{"id":67,"date":"2018-01-06T00:06:57","date_gmt":"2018-01-06T00:06:57","guid":{"rendered":"http:\/\/wordprwess.narrenzunft-laichingen.de\/?page_id=67"},"modified":"2018-01-06T22:24:36","modified_gmt":"2018-01-06T22:24:36","slug":"verein-und-brauchtum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.narrenzunft-laichingen.de\/?page_id=67","title":{"rendered":"Verein und Brauchtum"},"content":{"rendered":"<br \/>\n<h2>D E R \u00a0 V E R E I N<\/h2>\n<p><b><i>Unsere Narrenzunft wurde 2006 mit der Gr\u00fcndungsversammlung, welche am 06.06.06 in Laichingen im Caffee Deli stattfand, gegr\u00fcndet. Zur Zeit umfasst unser Verein 23 Mitglieder. <\/i><\/b><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>B\u00a0R\u00a0A\u00a0U\u00a0C\u00a0H\u00a0T\u00a0U\u00a0M\u00a0<\/h2>\n<p><b><i>der Narrenzunft Laichingen e.V.\u201eGai\u00dfer Madl\u201c<br \/> \u00a0(07.07.1843-18.02.1918)<\/i><br \/> \u00a0<br \/> \u00a0Bei dem Gai\u00dfer Madl handelt es sich um Maria Magdalena Gai\u00dfer ein richtiges Dorforiginal. Sie lebte zum Schluss im Haus des Bleichers mit dem Namen Johannes Wagner. Sie war unverheiratet und nur eine Tagel\u00f6hnerin.<br \/> \u00a0<br \/> \u00a0Und nun zu Ihrer ganzen Lebensgeschichte, die Teilweise aus dem Stadtarchiv der Stadt Laichingen oder von damaligen Zeitzeugen stammt.<br \/> \u00a0<br \/> \u00a0Aus dem Stadtarchiv stammt ein Bericht \u00fcber eine Gerichtsverhandlung vor dem Sch\u00f6ffengericht M\u00fcnsingen. Das ganze begann so: <br \/> \u00a0<br \/> \u00a0Im Jahre 1859 als das Gai\u00dfer Madl gerade mal 16 Jahre alt war, brach in Ihrem Zimmer ein Brand aus, der damals f\u00fcr sie nicht ungew\u00f6hnlich war. Bei diesem Brand verliert sie s\u00e4mtliche Kleidung und Habseligkeiten. Da das Gai\u00dfer Madl schon mit Ihren 16 Jahren nur Dummheiten im Kopf hatte, gingen deswegen auch keine Spenden von anderen Laichinger Mitb\u00fcrgern ein.<br \/> \u00a0<br \/> \u00a0Am 08.11.1885 kam das inzwischen 42-j\u00e4hrige Gai\u00dfer Madl ins Armenhaus, wo sie den Schneider Kauffmann kennen lernte, der in dem selben Armenhaus lebte. Als es zwischen dem Gai\u00dfer Madl und dem Schneider zum Streit kam, beschimpfte diese seine Frau und Ihn selber mit dem schlimmsten Schimpfw\u00f6rtern. Darauf hin bekam sie die h\u00e4rtesten Pr\u00fcgel vom Schneider mit einem Kehrwisch. Ein paar Monate sp\u00e4ter und zwar am 23.02.1886 kam es zur Verhandlung vor dem Sch\u00f6ffengericht M\u00fcnsingen gegen den Schneider Kauffmann. Zur Anklage kam dabei die K\u00f6rperverletzung an dem Gai\u00dfer Madl. W\u00e4hrend der Gerichtsverhandlung log das Gai\u00dfer Madl vom Anfang bis zum Ende der Verhandlung und zwar das ganze unter Eid. Sie log dem Gericht vor, niemals den Schneider oder auch seine Frau je beleidigt oder beschimpft zu haben. Diese Aussage konnte von anderen Zeugen wiederlegt werden. Noch im selben Jahr kam es dann zur Anklage gegen das Gai\u00dfer Madl wegen Meineid und Beleidigung. Das Gericht in Ulm verurteilte sie auf 2 Jahre Zuchthaus und Verlust der Ehrenrechte auf 5 Jahre und andauernder Zeugnisunf\u00e4higkeit. Der Richter verlas nach der Urteilsverk\u00fcndung noch Ihre Vorstrafen und wies darauf hin, dass sie die Tracht Pr\u00fcgel voll und ganz zu Recht bekam. In den Akten wurde auch noch darauf hingewiesen, dass sich das Gai\u00dfer Madl vor Gericht unm\u00f6glich aufgef\u00fchrt haben soll. <br \/> \u00a0<br \/> \u00a0Im Archiv wurden auch noch Unterlagen aus dem Jahre 1900 gefunden. Auch da stand das nun 57-j\u00e4hrige Gai\u00dfer Madl wieder vor Gericht. Diesmal wurde sie zu 2 Monaten Gef\u00e4ngnis wegen Vergehens gegen die Sittlichkeit verurteilt.<br \/> \u00a0<br \/> \u00a01905 wollte man das Gai\u00dfer Madl nach Amerika abschieben. Doch diese kam Ihren Begleitern, zwei Gemeinder\u00e4te aus. Frech wie das Gai\u00dfer Madl nun mal war, meldete sie sich beim Schulthei\u00df Widmann wieder zur\u00fcck und bekam dann auch da mit, dass sie schneller wieder in Laichingen war als Ihre Begleiter.<br \/> \u00a0<br \/> \u00a0Mehrere Zeugen aus dieser Zeit best\u00e4tigen auch das Lotterleben des Gai\u00dfer Madl.<br \/> \u00a0<br \/> \u00a0Eine der Zeitzeuginnen schrieb \u00fcber das Gai\u00dfer Madl, dass sie Ihren Vater unterhalb der Westerlau erschreckte, als dieser von Feldstetten mit dem Fahrrad nach Laichingen unterwegs war.<br \/> \u00a0<br \/> \u00a0Ein weiterer Zeitzeuge berichtet dar\u00fcber, dass das Gai\u00dfer Madl mal zum Waldsch\u00fctz Hiller sagte, das seine Kinder Waldaffen seien.<br \/> \u00a0<br \/> \u00a0Noch eine weitere Zeugin schrieb einen Spruch nieder, der das Leben des Gai\u00dfer Madl gut beschreibt.<br \/> \u00a0\u201eGai\u00dfer Madl sitzt auf der Ofengabel, Ofengabel bricht, Gai\u00dfer Madl sitzt\u201c<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>D E R \u00a0 V E R E I N Unsere Narrenzunft wurde 2006 mit der Gr\u00fcndungsversammlung, welche am 06.06.06 in Laichingen im Caffee Deli stattfand, gegr\u00fcndet. 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